Schulanfangsaktion 2018

Verkehrssicherheitsaktion zum Schulanfang 2018

 

Im Schuljahr 2018/2019 werden voraussichtlich rund 71.900 Schülerinnen und Schüler (SuS) den 1. Schuljahrgang der öffentlichen allgemein bildenden Schulen und der allgemein bildenden Schulen in freier Trägerschaft besuchen. Viele von Ihnen werden den Schulweg ohne die Begleitung durch Eltern oder andere Erwachsene zurücklegen. Im Rahmen des Curriculums Mobilität in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung will die niedersächsische Schulanfangsaktion sicherheitsfördernde Hinweise für alle Mobilitätsformen geben, in denen Kinder die Herausforderungen des Schulweges allein bewältigen müssen. Beim Aufbau entsprechender Kompetenzen der Kinder kommt beim Übergang KiTa / Grundschule dabei den Kindertagesstätten sowie in der Folgezeit insbesondere den Schulen eine tragende Rolle zu, die sie mit ihrem pädagogischen Fachwissen, der Nähe zu betroffenen Eltern und ihrer Einbindung in das Netzwerk von Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit besonders wirkungsvoll ausfüllen können. 2018 wird die erfolgreiche Aktion „Kleine Füße“ unter Beibehaltung der bisherigen Bausteine fortgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr erneut in der Unterstützung durch Schulweglotsen und dem Unterrichtsmaterial „Die Fußgänger-.Profis“.

 

Baustein 1: Markierungen im Straßenverkehr

An ausgewählten Stellen im Verlauf des Schulweges (nicht nur in unmittelbarer Nähe der Schule) werden „Kleine Füße“ in Schrittlänge mit gelber Farbe auf dem Gehweg (niemals auf Radwegen bzw. Fahrbahnen!) aufgesprüht: Sie führen zu gefahrenreduzierten Querungsstellen der Straße, die gut überschaubar sind und / oder mit Ampeln oder Zebrastreifen ausgestattet sind. Am Bordstein haben die „Kleinen Füße“ am besten geschlossene Stellung.

 

Baustein 2: Schulwegplan

Bei der Wahl des möglichst sicheren Schulweges helfen Schulwegpläne. Zur Erstellung und Aktualisierung von Schulwegplänen hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) den Leitfaden "Schulwegpläne leichtgemacht" erstellt. Der Leitfaden steht mit ergänzenden und sehr hilfreichen Anlagen unter www.bast.de/schulwegplan zum Download zur Verfügung. Auf den an die Polizeibehörden gerichteten Erlass des MI, P 24.2-81600 v. 08.10.2007, wird hingewiesen Weitere allgemeine Hinweise zum Thema Schulwegpläne finden sich u. a. unter www.landesverkehrswacht.de (Unser Angebot > für Kinder > Schulwegplaner) und  http://udv.de/de/strasse/wege-fuer-fussgaenger/mensch/kinder/schulweg-zu-fuss. Tipps zur Vorbereitung auf den Schulweg finden Sie auch im Schulwegratgeber unter https://www.adac.de/_mmm/pdf/Schulwegratgeber_79491.pdf

 

Baustein 3: Bus auf Füßen

Mit dem „Bus auf Füßen“ können Kinder zu Fuß risikoreduzierte Erfahrungen machen. In einer Gruppe mit oder ohne Begleitung Erwachsener wird so der Schulweg zurückgelegt. Beispiel: Einige Kinder starten zu einer verabredeten Zeit („Fahrplan“) an einer „Haltestelle“. Im Verlauf des Weges können an „Haltestellen“ weitere Kinder zusteigen. Anfang und Ende des „Busses“ können nach Erfordernis mit besonderen Umhängen oder Westen gekennzeichnet werden.

 

Baustein 4:  Hol- und Bringzonen

Die zuständigen Straßenverkehrsbehörden können in Kooperation mit der Schule, dem Schulträger und der Polizei „Hol- und Bringzonen“ bzw. sogenannte „Elternhaltestellen“ einrichten, so dass Kinder die letzten Meter zu Fuß zur Schule gehen können. Dadurch können Kinder frühzeitig ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr entwickeln und überhaupt erst in die Lage versetzt werden, ein räumliches Bild („geistige Landkarte“) des eigenen Ortes bzw. des eigenen Schulwegs zu entwerfen. Kinder werden häufiger und regelmäßiger zur Schule gebracht als von dort abgeholt. Da sie zum Teil unterschiedliche Schulschlusszeiten haben, wird das Problem der Bringverkehre mit den „Elterntaxis“ bei Schulbeginn in der Regel stärker wahrgenommen als das Problem der Holverkehre zu Schulschluss.

Der an einem Praxisbeispiel entwickelte „Leitfaden zur Einrichtung von Hol- und Bringzonen an Grundschulen“ kann bei der Einrichtung von Hol- und Bringzonen an den Grundschulen unterstützen. Download unter www.nibis.de/Bildungsthemen/ Mobilität/Schulanfangsaktion 2018

Weitere Informationen auch unter www.adac.de/elterntaxi-grundschulen

 

Fußgängerpass in Kindertagesstätten und Schulen

Bereits im Vorfeld der Einschulung ist eine Sensibilisierung für den Schulweg zu Fuß zu erreichen, indem Kindertagesstätten als Kooperationspartner in die Schulanfangsaktion eingebunden werden. Dazu sollte für Eltern und Kinder ein Anreiz geschaffen werden, sich mit dem Thema durch den Erwerb eines "Fußgängerpasses" für Kindergarten- und Schulkinder zu beschäftigen. Ziel ist es dabei, Handlungssicherheit in Bezug auf den bald anstehenden Schulweg zu vermitteln und zum Schulweg zu Fuß zu motivieren. Die verschiedenen, regional bereits vorhandenen Modelle eines "Fußgängerpasses oder -diploms" können dabei Verwendung finden. Die Verkehrswachten und die Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater der Polizei stehen Kindertagesstätten und Schulen unterstützend zur Seite.

Schulweglotsin /Schulweglotse – ein Ehrenamt

In diesem Jahr sollen die niedersächsischen Grundschulen erneut ein verstärktes Engagement zum Einsatz von ehrenamtlichen Schulweglotsinnen und -lotsen zum Schuljahresbeginn vorsehen. Dabei können die weiterführenden Schulen unterstützend mitwirken. Die Polizei stellt weiterhin die Einweisung und Ausbildung im erforderlichen Umfang sicher. Zeitlich soll der Einsatz der Schulweglotsinnen und -lotsen sich vorrangig auf die Morgenstunden in der ersten Unterrichtswoche nach der Einschulung (32. Kalenderwoche bzw. 07.-11. August) konzentrieren und kann, je nach Bedarf, entsprechend zeitlich ausgeweitet werden. 

Auf den Gem. RdErlass des MK, d. MI und d. MW vom 05.11.2012, MK 34.4-83013, vom 05.11.2012 – Schulweglotsendienst; Verkehrshelfer i. Sinne des § 42 Abs. 7 StVO – Zeichen 356, wird hingewiesen. Weitere Hinweise finden sich unter http://www.landesverkehrswacht.de/wissenswertes/fuer-schulweglotsen.

 

Besondere Dankaktion für das Ehrenamt:

Schulleitungen können unter folgendem Link www.nibis.de/Bildungsthemen/ Mobilität/Schulanfangsaktion 2018 Dankurkunden für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schulweglotsin bzw. Schulweglotse herunterladen, um die Schülerlotsinnen und -lotsen an ihrer Schule auszuzeichnen.

Gem Nr. 7.2 des Rd.Erl. d. MK vom 3.5.2016 kann die ehrenamtliche Tätigkeit als Schulweglotsin bzw. Schulweglotse auch im Beiblatt zum Zeugnis aufgenommen werden.

 

Die Urkunde für die Verkehrshelfer/-in kann im passwortgeschützten Bereich heruntergeladen werden.

 

https://schulleiterform.nibis.de

https://schulleitungsform.nibis.de

Das Einloggen erfolgt über den Schulleitungszugang

 

 

Film „Abenteuer Schulweg“ für Elternabend und Unterricht

Im ca. 5-minütigen Film „Abenteuer Schulweg“ wird vermittelt, wie gesund, bewegungs- und beziehungsfördernd als auch entspannend es ist, dass Kinder zu Fuß zur Schule zu gehen. Der Tag beginnt an der frischen Luft und nicht unter Zeitdruck im Verkehrschaos vor der Schule, wo eigene und andere Kinder dann in der Unübersichtlichkeit durch das Fahrzeugaufkommen unweigerlich gefährdet sind. Der Film, das Schulweglied sowie eine Präsentation stehen für die vorbereitenden Einschulungselternabende, sowie den ersten Elternabend nach Schulbeginn und den Unterricht unter  www.nibis.de / Bildungsthemen/ Mobilität/ Schulanfangsaktion und www.mk.niedersachsen.de/ Schule/ Schülerinnen und Schüler/ Eltern/ Mobilität/Schulanfangsaktion 2018  zum Download zur Verfügung.

 

Elternbrief zur Einschulung

Einen Brief, der in mehreren Sprachen verfügbar ist, sollen die Eltern der einzuschulenden Kinder bei den vorbereitenden Elternabenden erhalten. Er geht auf die Rahmenbedingungen für einen gefahrenreduzierten Schulweg der Kinder, sicherheitsfördernde Verhaltensweisen und die Bedeutung des Einübens des Schulwegs ein. Ergänzende Informationen können gezielt nach bestehendem Bedarf weitergegeben werden: Unter den Überschriften „Sicher zu Fuß zur Schule“, „Sicher im Auto zur Schule“ und „Sicher im Bus zur Schule“ wird über die Bedeutung eines durch die Kinder selbstständig und möglichst – wenigstens teilweise – zu Fuß bewältigten Schulweges sowie über Gefahren und Möglichkeiten ihrer Reduzierung bei den genannten Fortbewegungsarten informiert.

Elternbrief nebst Anlagen stehen als Download auf der Seite www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de unter www.nibis.de / Bildungsthemen/ Mobilität/ Schulanfangsaktion und www.mk.niedersachsen.de/ Schule/ Schülerinnen und Schüler/ Eltern/ Mobilität/Schulanfangsaktion 2017. zur Verfügung.

 

Die Fußgänger-Profis: Unterrichtsmaterial zur Mobilitätsbildung in den Jahrgängen 1 bis3 der Grundschule 

Im Rahmen der Schulanfangsaktion „Kleine Füße- sicherer Schulweg“ wurden von der Fachberatung Mobilität der Niedersächsischen Landesschulbehörde und der Verkehrssicherheitsberatung der Polizei Unterrichtsmaterialien für die Klassen 1 bis 3 der Grundschule basierend auf dem Curriculum Mobilität entwickelt. Bei den Materialien handelt es sich um eine sinnvolle Zusammenfassung der bekannten Aktionsmaterialien zum Schulanfang in Verbindung mit praktischen Unterrichtsbeispielen und - materialien.

Neu ist die ergänzte Unterrichtseinheit „Schulwege in aller Welt " -  sowie die Übersetzungen der Elternbriefe im Fußgänger-Profi in Russisch, Arabisch, Persisch, Englisch, Polnisch, Französisch und Türkisch.

Download unter www.nibis.de/ Allgemeinbildung/allgemeinbildende Fächer/Mobilität sowie dem polizeiinternen Informationssystem-Intranet (ISI).

 

Spielerisch Sicherheit gewinnen: "Aufgepasst mit ADACUS"

Das Programm "Aufgepasst mit ADACUS" richtet sich an Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kinder der 1. Klassen in Grundschulen. Es führt junge Verkehrsteilnehmer spielerisch an ihre Rolle als Fußgänger heran. Wichtige Verhaltensregeln werden erläutert und aktiv eingeübt. Dabei werden persönliche Erfahrungen der Kinder aufgegriffen.

In dem rund 45-minütigen Programm vermitteln speziell ausgebildete Moderatorinnen und Moderatoren des ADAC kindgerecht wichtige Sicherheitsaspekte. Infos zum Programm und einen Film zur Verdeutlichung unter https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrserziehung/verkehrssicherheitsprogramme/aufgepasst-mit-adacus/

 

 

Aktionsmaterial Kleine Füße

  • Aktionsplakate (Format DIN A 3)
  • Flyer zur Information aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer
  • Aufkleber „Dreieck mit kleinen Füßen“ für die Schulanfänger
  • Elternbrief

 

 

Standardmaterial:

  • Schablonen (in Einzelfällen noch erhältlich) s. unter Kontaktadressen: Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.,
  • Farbe (Beschaffung durch die Schule), Informationen zur Farbe und zu den Bezugsquellennachweis für Markierungsfarbe s. unter Kontaktadressen: Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.
  • Verschiedene Motive der Aktion (Matze, Symbol „Kleine Füße“ sowie das Malbuch in Einzelbildern) herunterladbar im Materialbereich unter http://www.nibis.de (Bildungsthemen/ Mobilität/ Schulanfangsaktion)

 

Die Aktionsmaterialien sind über die für die Schule zuständigen Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater der Polizei erhältlich. Eine frühzeitige Bedarfsmeldung wird erbeten.

 

Veranstalter

„Kleine Füße“ ist eine gemeinsame Aktion des Niedersächsischen Kultusministeriums, des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport, des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, der Gemeinde-Unfallversicherungsverbände Braunschweig, Hannover und Oldenburg, des Landeselternrates Niedersachsen, des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V. und der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.

 

Materialien

  • Veröffentlichungen der Unfallversicherungsträger

Gesetzliche Unfallversicherung     „Gut beschützt - gut versorgt“     

DGUV-Info 202-013

Der Tote Winkel. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt (Faltblatt)          

DGUV-Info 202-020

Mit dem Bus zur Schule                                                                    

DGUV-Info 202-046

Vom Durcheinanderlaufen zum Miteinanderfahren                           

DGUV-Info 202-049

Der Tote Winkel                                                                                  

DGUV-Info 202-054

Bus-Schule

DGUV-Info 202-055

Schulweglexikon

DGUV-Info 202-056

 

        Zu beziehen bei dem jeweils zuständigen Unfallversicherungsträger oder unter:

        www.guvh.de                  www.bs-guv.de                www.guv-oldenburg.de

 

  • Veröffentlichungen des ADAC wie z. B. ADACUC, Achtung Auto, Toter Winkel, Tipps für jugendliche Radfahrer, Sicher mit dem Fahrrad, Sicher im Auto und Elterntaxi

 Informationen und Bestellungen unter verkehr@nsa.adac.de

  • Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) „Schulwegpläne leicht gemacht – Der Leitfaden“, herunterzuladen unter: http://www.bast.de/DE/Publikationen/Medien/U-Schulweg/schulwegplan.html
  • ADAC-Schulwegratgeber, vorrätig bei den Polizeidienststellen des Landes Niedersachsen, Anfragen in Einzelfällen an den ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., (s. unter Kontaktadressen).
  • „Schulwegsicherung“, herunterzuladen unter: udv.de, Suchwort „Schulwegsicherung“.
  • „Kein Chaos mehr im Busverkehr - Sicherheit rund um den Schulbus“ DVD mit Begleitmaterial für den Unterricht, Landkreis Vechta, Medienzentrum, Ravensberger Str. 20, 49377 Vechta, Tel.: 04441 /  8980, erhältlich auch über das Online-Portal unter http://kmz.landkreis-vechta.de/.

Links

www.verkehrswacht-verlag.de

www.schulwegplaner.de

www.busstop.de

Eine Zusammenstellung der Angebote von Verkehrsbetrieben und Landkreisen ist unter http://www.nibis.de zu finden.

 

 

Kontaktadressen

  • Landespolizeipräsidium im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Lavesallee 6, 30169 Hannover, Tel.: 0511 / 120-6189 (Auskünfte zu den Verkehrssicherheitsberaterinnen und -beratern der Polizei)
  • Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., Arndtstr. 19, 30167 Hannover, Tel.: 0511 / 35 77-26 81 (Nachlieferung Schablonen, Bezugsquellennachweis für Markierungsfarbe, Auskünfte zu vorhandenen Kreis- bzw. Ortsverkehrswachten)
  • ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., Lübecker Str. 17, 30880 Laatzen, Tel.: 05102 / 90 11 36 (Bezugsquellennachweis für Markierungsfarbe, Auskünfte zu den Verkehrssicherheitsprogrammen)

 

 

Redaktion und verantwortlich für den Inhalt: M. de Greef (MK)

 

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