neuer Schulsporterlass zur Helmpflicht

Die aktuellen „Bestimmungen für den Schulsport“

 

Die Grundlage der Mobiltätserziehung in Niedersachsen bildet das Curriculum Mobilität, das in Niedersachsen 2002 in allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen eingeführt wurde. In den 10 Bausteinen des Curriculums Mobilität ist u. a. im Baustein 1 „Regeln und geregelt werden“ sowie auch in den Kerncurricular für die Schulformen die Radfahrausbildung verankert. Die Radfahrausbildung wird in der Regel an Grundschulen im Jahrgang 4 durchgeführt und sollte an weiterführenden Schulen im Jahrgang 5 wiederholt werden.

 

Im neuen Runderlass des MK vom 1.9.2018 „Bestimmungen für den Schulsport“ sind die Regelungen für das „Radfahren, Mountainbiken, Einrad- und Rollerfahren“ im Sportunterricht zu finden. Der Erlass gilt für alle Altersklassen. Danach ist grundsätzlich das Radfahren im öffentlichen Verkehrsraum vom Schuljahrgang 5 an zulässig. Im Rahmen der Radfahrausbildung können Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 3 und 4 den öffentlichen Verkehrsraum bereits dann nutzen, wenn der von ihnen erreichte Ausbildungsstand dies zulässt.

 

Den Schülerinnen und Schüler sollen in sachgerechtes Verhalten auf Wegstrecken wie z. B. Ortskunde, Verkehrsregeln und Fahrverhalten in der Gruppe sowie darüber hinaus grundlegende Kenntnisse der Fachsprache, Materialkunde und Maßnahmen bei Unfällen vermittelt werden. Um die notwendige Verkehrssicherheit beim Erlernen des Radfahrens zu gewährleisten ist das Tragen eines Helmes neben weiteren Sicherheitsvorkehrungen verpflichtend. Die Regelungen des Schulsporterlasses gelten auch für Klassenfahrten, die als schulische Veranstaltung durch die Schulleitung geprüft und genehmigt werden.

 

Hinsichtlich der Helmpflicht hat es im neuen Schulsporterlass keine Veränderungen zu den bisherigen Bestimmungen (Zitat: „Beim Radfahren ist ein Kopfschutz zu tragen.“) sondern lediglich eine Konkretisierung gegeben.

 

Fahrradhelme retten Leben. Sie können zwar keine Unfälle verhindern, aber das Risiko schwerer Kopfverletzungen deutlich verringern. Die Datenbank der Unfallforschung der Versicherer (UDV) zeigt, dass 73 Prozent der Helmträger, die mit einem Kraftfahrzeug zusammenprallten, am Kopf unverletzt blieben. Bei den Radfahrern ohne Helm waren es 46 Prozent. Im Bereich der schweren Verletzungen machten Radfahrer mit Helm einen Anteil von zwei Prozent aus, während es bei den Zweiradfahrern ohne Radhelm bereits 17 Prozent waren.

 

Grundsätzlich tragen immer mehr Kinder und Jugendliche beim Fahrradfahren einen Helm. Das zeigen die Zahlen der repräsentativen Verkehrsbeobachtung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Bei den Elf- bis 16-Jährigen hat sich die Helmquote 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 29 auf 34 Prozent verbessert. Bei den Sechs- bis Zehnjährigen ist die Quote mit 76 Prozent konstant hoch. Eine große Wirkung wird hier auch dem Verhalten von Erwachsenen und Eltern zuerkannt, die als Vorbilder zum Helm greifen sollten.

 

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Schulsporterlass vom 1.9.2018 komplett

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