Fakt oder Fiktion? Die mediale Wahrnehmung der Russischen Revolutionen von 1917

Brot und Frieden forderten die Petrograder Frauen im Februar 1917. Der Zar musste gehen, doch der Frieden kam nicht. Im Oktober stürmten die Bolschewiki das Winterpalais und rissen die Macht an sich. Wieviele Revolutionen sich 1917 in Russland tatsächlich ereigneten, wird bis heute allerdings unterschiedlich beurteilt.

Rezeption der Revolution vor 100 Jahren und heute

In Russland und besonders im Ausland fürchteten viele damals die Ausbreitung der Revolution. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Land unter Stalins Herrschaft zwar modernisiert, doch die Gewalt gegen die Bevölkerung ging weiter. Ein schwieriges Erbe für die russische Gesellschaft – bis heute.

Revolution und Retusche

In den 20er Jahren war die Herrschaft der Massen jedoch eine verheißungsvolle Idee. Und sie sollte mit modernen Massenmedien verbreitet werden - dem Kino! Russische Regisseure stellten die Revolution in suggestiven Bildern dar. So setzten sie weltweit Maßstäbe für die junge Filmkunst. Die bolschewistische Führung achtete allerdings darauf, dass ihre Version der Geschichte erzählt wurde. Das galt auch für die Fotografien der neuen Herrschaftsklasse. Wer in Ungnade gefallen war, wurde wegretuschiert.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Dadurch eignet sich das Thema besonders für die medienkritische Auseinandersetzung im Geschichtsunterricht. Mit welchen Mitteln und Medien wurden politische Tatsachen geschaffen? Welchen Einfluss haben die Bilder auf unsere Wahrnehmung von Gegenwart und Vergangenheit? Und kann mit historischen Spielfilmen etwa die Gegenwart gestaltet werden?

 

 

 

Letzte Änderung: 09.07.2020

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